
| Datum | 01.07.2011 |
| Uhrzeit | 07.42 Uhr |
| Ortsteil | Leverkusen |
Einsatzbericht:
Im Rahmen der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft wurden auch Kräfte aus dem Kreis Warendorf zur Unterstützung bei der Gefahrenabwehr eingesetzt. Am Freitag wurde eine Behandlungsplatz-Bereitschaft nach dem NRW-Landeskonzept (BHP-B 50 NRW) aus dem Kreis Warendorf nach Leverkusen verlegt und stand dort auf dem Gelände des THW-Ortsverbandes in Bereitschaft. Auch Kräfte der Feuerwehr Ennigerloh wirkten über die Fernmeldeeinheit des Kreises Warendorf mit.
Konvoi aus 30 Einsatzfahrzeugen rollte zum WM-Spiel nach Leverkusen
-DRK, MHD und THW aus dem Kreis stellten mit Mitarbeitern der Rettungswachen Behandlungsplatz für 50 Personen -
Zahlreiche ehrenamtliche und hauptamtliche Kräfte aus dem Kreis Warendorf sorgen während der Frauen-Fußballweltmeisterschaft in Deutschland dafür, dass im Falle von kleineren oder größeren Notfällen die Versorgung der Zuschauer sichergestellt ist. In allen drei WM-Stadien in NRW (Bochum, Leverkusen und Mönchengladbach) stehen oder standen in diesen Wochen Einsätze auf dem Programm. So waren allein am Freitag (1. Juli) über 130 Kräfte aus dem Kreis im Rahmen der WM-Begegnung zwischen Japan und Mexiko in Leverkusen vor Ort.
Da die drei Austragungsstädte in NRW die Maßnahmen im Bereich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr nicht allein leisten können, hat das Land den Städten Unterstützung zugesagt. Über die Bezirksregierungen wurde angeordnet, dass die Kreise und kreisfreien Städte Behandlungsplätze, Patiententransportzüge, Betreuungsplätze sowie Verletzten-Dekontaminationseinheiten gemäß der Konzepte zu stellen haben.
Nachdem der Kreis Warendorf bereits am vergangen Dienstag mit einem 20-köpfigen Patiententransportzug in Köln sowie am Mittwoch mit einem aus 60 Helfern bestehenden Verletzten-Dekontimationsplatz in Mönchengladbach vertreten war, folgte am Freitag die größte Einheit der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr des Kreises Warendorf: ein großer Behandlungsplatz (kurz BHP 50).
Schon um 8.30 Uhr hatten sich Kräfte des DRK-Kreisverbandes, des Malteser Hilfsdienstes, des Technischen Hilfswerkes, der Feuer- und Rettungswachen Beckum und Oelde sowie Mitarbeiter der Kreisrettungswachen auf dem Parkplatz der Potts Brauerei in Oelde getroffen, um nach Leverkusen aufzubrechen. Zuvor mussten 124 Einsatzkräfte, acht Notärzte und 30 Einsatzfahrzeuge aus dem Kreis Warendorf eingeteilt werden. Die Kreisverwaltung machte sich vor Ort in Person des Ordnungsamtsleiters Ralf Holtstiege beim Abrücken der Kräfte ein Bild von der sehr gut organisierten Einheit.
Unter Führung von Reinhard Börger, Feuerwehr Oelde, und Dr. Klaus Welslau, Sprecher der Leitenden Notärzte, wurde der gesamte Verband in den Bereitstellungsraum Leverkusen verlegt. Die bis zu 1200 Meter lange Fahrzeugkolonne wurde von Frank Haske, Mitarbeiter des Kreises Warendorf, über Autobahnen nach Leverkusen geführt. Im dortigen Bereitstellungsraum beim THW Leverkusen stand der gesamte Verband für eventuelle Großeinsätze zur Verfügung. Im Bedarfsfall hätten dort durch den BHP 50 des Kreises Warendorf 50 Personen gleichzeitig behandelt werden können, bevor sie mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht worden wären. Die erforderlichen Funkverbindungen stellte ein Einsatzleitwagen des Kreises Warendorf sicher, der ebenfalls mit nach Leverkusen ausgerückt war.
Für die komplette Verpflegung der Einsatzkräfte sorgte wie immer die Verpflegungstruppe des DRK Wadersloh. Einheiten aus anderen Kreisen, die sich mit Suppe begnügen mussten, warfen ein neidisches Auge auf ihre Nachbarn aus dem Kreis Warendorf, die sich ohne knurrenden Magen auf den Rückweg machen konnten. Den konnten sie schon gegen 18 Uhr antreten, weil es rund um das Spiel keine größeren Einsätze gab. Um 20.45 Uhr waren die letzten Fahrzeuge wieder an ihren Standorten. Am Dienstag, 5. Juli, folgt in Mönchengladbach der vierte und letzte WM-Einsatz für Kräfte aus dem Kreis.
Bericht: Kreis Warendorf
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